DEUTSCHES THEATER

Regie: Ivan Panteleev, Bühne/Kostüme: Johannes Schütz, Sound-Design: Martin Person, Licht: Robert Grauel, Dramaturgie: Claus Caesar,  mit: Samuel Finzi, Wolfram Koch, Bernd Stempel


Claire und Solange sind Angestellte der Gnädigen Frau. Ist diese fort, beginnen die Schwestern ein Spiel. In Szene gesetzt werden die Machtstrukturen des Haushalts, in dem sie leben: überhöht, theatralisch, mit großer Lust an Gewalt und Unterwerfung. Noch sind es Proben, doch das Ziel der Inszenierung scheint festzustehen: der wahrhaftige Mord an ihrer Herrin. Bis die Grenzen zwischen Rolle und Realität, Imagination und Wirklichkeit immer durchlässiger werden.
„Eine Sache muss schriftlich festgehalten werden: Es handelt sich nicht um ein Plädoyer über das Los der Domestiken. Ich vermute, es gibt eine Gewerkschaft der Hausangestellten – das geht uns nichts an.“ (Jean Genet)

 

Samuel Finzi wurde 1966 im bulgarischen Plovdiv als Sohn einer jüdisch-bulgarischen Familie geboren. Er studierte Schauspiel an der staatlichen Theater- und Filmakademie Sofia und spielt seit Anfang der 1990er Jahre in Deutschland. Es entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit dem Regisseur Dimiter Gotscheff. Von 2003-2005 war er an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz engagiert. Seit 2006 ist er am Deutschen Theater, wo er weiter mit Dimiter Gotscheff arbeitete. Außerdem arbeitete er mit Benno Besson, Jürgen Gosch, Werner Schröter, Robert Wilson, Frank Castorf, Johan Simons, Michael Thalheimer und Ivan Panteleev. Samuel Finzi wurde 1995 als bester Darsteller Nordrhein-Westfalens ausgezeichnet, 1996 erhielt er den Förderpreis der Stadt Düsseldorf und 2001 beim International Television Festival in Plovdiv den Golden Chest als Bester männlicher Darsteller. Diverse deutsche und bulgarische Film- und TV-Produktionen. 2011 erhielt er den Theaterpreis der Stiftung Preußische Seehandlung. Für ihre Rollen in „Warten auf Godot“ (Regie Ivan Panteleev, eingeladen zum Theatertreffen 2015) wurden Samuel Finzi und Wolfram Koch mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring 2015 ausgezeichnet. Von der Jury der Fachzeitschrift Theater heute wurde Samuel Finzi für seine Rolle des Wladimir in „Warten auf Godot“ zum Schauspieler des Jahres 2015 gewählt.

Wolfram Koch wurde 1962 in Paris geboren und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt ausgebildet. Erste Engagements führten ihn an die Freie Volksbühne, das Schiller-Theater Berlin und an das Schauspiel Frankfurt. 1995 bis 2000 war er festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum, seitdem arbeitet er frei u.a. am Schauspiel Frankfurt, an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und am Deutschen Theater in Berlin. Wolfram Koch spielte regelmäßig für Dimiter Gotscheff und bildet seit seiner Rolle als Diener Mosca in „Volpone“ mit Samuel Finzi „ein neues Traumpaar der Bühne“ (Frankfurter Rundschau). Im DT ist er an der Seite von Ulrich Matthes in Becketts „Endspiel“ und in Gotscheffs gefeierter Inszenierung Die Perser“ von Aischylos zu sehen. Im Kino gab Koch als 13jähriger in Voytech Jasnys Romanverfilmung von „Ansichten eines Clowns“ (1975) seinen Einstand. Zu seinen Filmen zählen „Hannah“ (2006), die Romanverfilmung „Die Entdeckung der Currywurst“ (2008) und „Draußen ist Sommer“ (2013). Koch ist daneben als Hörbuchsprecher aktiv und spielte zahlreiche Rollen in Film und Fernsehen.

Bernd Stempel wurde in Berlin Pankow geboren. Nach dem Abitur absolvierte er eine Schlosserlehre und den Grundwehrdienst, bevor er sein Studium an der Staatlichen Schauspielschule Berlin (heutige „Ernst Busch“) aufnahm. 1979 erstes Engagement am Landestheater Halle. Er wurde Mitbegründer des „Neuen Theaters“ Halle, an dem er auch sein Regiedebut gab. Seit 1989 ist Bernd Stempel im Ensemble des Deutschen Theaters. Hier spielte er bislang in über 100 Inszenierungen.

Deutsches Theater Berlin, Schumannstr.13a, 10117 Berlin  http://www.deutschestheater.de

 

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