FASZINATION ALGARVE

Zu den schönsten Reisezielen Europas gehört ohne Zweifel die Algarve, Portugals südlichste Region. Pittoreske Dörfer, feinsandige Strände, romantische Buchten umrahmt von schroffen Felsenküsten. Ein Ferienparadies für Sonnenanbeter und Entdecker. Als unser Urlaubsdomizil haben wir uns das bezaubernde 4 Sterne Hotel Casabela ausgesucht, schon wegen der hervorragenden idyllischen Lage. Weit weg von überlaufenden Stränden, von der nächsten Stadt knapp 5 km entfernt und trotzdem ein idealer Ausgangspunkt für unvergessliche Ausflüge, mit  Bushaltestelle direkt vor dem Haus.

Das malerische Fischerdorf Ferragudo ist mit einem erholsamen Spaziergang entlang des riesigen Sandstrandes Praia Grande bequem zu erreichen. Vorbei an der mächtigen Festung Fortaleza São João de Arade aus dem 17. Jh. gelangt man durch die verwinkelten Gassen zu der auf einem Hügel stehenden Kirche Igreja Nossa Senhora de Coceição. Im Inneren gibt es diverse Azulejotafeln (bunt bemalte und glasierte Keramikfliesen) sowie einen wunderschönen Hauptaltar. Vom Kirchenvorplatz bietet sich ein famoser Blick auf den Ort Portimão.

Schnäppchenjäger kommen auf ihre Kosten auf dem Flohmarkt, der in Ortsmitte jeden zweiten Sonntag im Monat stattfindet. Kleine Cafés und Restaurants laden zum Verweilen ein.

Mit einem Motorboot-Taxi überqueren wir den Rio Arade, um in Portimão ein leckeres Fischgericht zu genießen. Ein beliebtes Reiseziel schon wegen der fantastischen Strände, der vielfältigen Natur und der vielen Unterhaltungsangebote. Das moderne und lebhafte Strandgebiet Praia da Rocha ist voll gestopft mit  Hotels und Apartmentkomplexen. Uns zieht es zu den kleineren, von vielen Felsen und Klippen gesäumten Stränden, einem El Dorado für Schnorchler und Taucher. Nicht versäumen sollte man eine ausgedehnte Besichtigung der Igreja da Nossa Senhora da Conceição (Mariä-Empfängnis-Kirche) mit ihrem vergoldeten Altarbild, einem Taufbecken aus dem 16. Jahrhundert, Kruzifixen aus Holz und Elfenbein sowie Colégio dos Jesuítas (Jesuitenschule) aus dem 17. Jahrhundert und die Fortaleza de Santa Catarina (Festung Sankt Katharina). Von hier hat man für exzellente Fotoschnappschüsse eine traumhafte Aussicht auf das Meer. Falls der Taxifahrer nicht zum Aufbruch drängt, noch schnell ins Museu Municipal Manuel Teixeira Gomes (Stadtmuseum Manuel Teixeira Gomes). In der Fußgängerzone und den schmalen Parallelstraßen gibt es unzählige Möglichkeiten, noch abschließend sein Taschengeld auszugeben und mit einem Spaziergang an der Uferpromenade den Ausflug zu beenden.

Ein herrlicher und entspannter Nachmittag mit dem Gaffelsegler „Gageiro“ wartet auf uns. Der Traditionssegler aus dem Jahre 1926 wurde aus Pinien- und Teakholz gebaut und in den 90er Jahren von seinen heutigen Besitzer mit viel Liebe restauriert. Auf dem Deck werden wir von der Crew begrüßt: dem deutschen Kapitän Willy nebst Frau sowie dem kleinen quirligen  Hund Fip, der für Unterhaltung zuständig ist. Die Fahrt entlang der im Osten liegenden Sandalgarve, die sich bis Faro erstreckt, bietet die Sicht auf die Küste, auf kilometerlange weiße Sandstrände, Dünenlandschaften, Lagunen und vorgelagerte Inseln.

 

Lagos ist zweifellos die schönste Stadt der Algarve. Die prächtige von Palmen gesäumte Promenade zieht sofort den Besucher in ihren Bann. Die Avenida dos Descobrimentos (Straße der Entdecker) führt in das historische Zentrum mit vielen gut erhaltenen oder restaurierten Gebäuden. Sehenswert ist die Praça do Infante Henrique, wo sich früher der Sklavenmarkt befand. In dessen Mitte steht das Denkmal Heinrich des Seefahrers, der auch für den Sklavenhandel mitverantwortlich war. Ein absolutes „muss“ ist ein Besuch der Kirche Igreja do Santo António. Vom außen eher schlicht, beeindruckt das Innere mit einer großzügig vergoldeten Schnitzerei, die zu den schönsten in Portugal gehört, und den Azulejos an den Wänden. Gleich daneben befindet sich das Museu Municipal, in dem eine interessante historische Sammlung zu sehen ist.  Die Kirche kann leider nur in Verbindung mit dem Museum besichtigt werden.

Den Ortskern bildet der lebhafte Platz Praça Gil Eanes mit einer modernen Marmorstatue, die den König João Sebastião darstellt. Ein Anziehungspunkt für Touristen, fliegende Händler, Straßenmusikanten und Kleinkünstler jeder Art. Die gemütlichen Cafés und Restaurants, gesäumt von Orangen- und Jacaranda-Bäumen, sind wie immer gut besucht. In der Igreja de São Sebastião (Kirche Sankt Sebastian) sind die alten Fliesen, das Kirchenschiff sowie das hölzerne Kreuz und die Marienstatue eine Augenweide. Vom mächtigen Glockenturm bietet sich eine traumhafte Aussicht auf die Stadt und das Meer. Die Markthalle aus dem Jahre 1924, die in den letzten Jahren aufwendig modernisiert wurde, ist eher enttäuschend.  Interessant das weitläufige Treppenhaus, das ein Wandmosaik mit Motiven der heimischen Land- und Fischwirtschaft zeigt. Vom Restaurant auf der Dachterrasse hat man einen beeindruckenden Blick auf den Hafen und die Stadt.

Zu den attraktivsten Algarve-Motiven gehören die Strände von Lagos mit einer einmaligen Grottenlandschaft. Ein unvergessliches Erlebnis… Während einer Bootstour ist die zerklüftete Steilküste der Ponta da Piedade am besten zu entdecken. Die Grotten, Höhlen und Gewölbe, Felsskulpturen und verstreuten Felsbrocken zählen zu den schönsten Naturphänomenen der Algarve.

Die Festung „Fortaleza de Sagres“ ist ein wichtiges Nationaldenkmal. Auf hohen Klippen, vom Meer umgeben ist es eigentlich optimal geschützt, wurde jedoch bei einem Piratenangriff und später durch ein Erdbeben im Jahre 1755 fast komplett zerstört. Sehenswert: Die kleine innerhalb der Festungsmauern gelegene Kirche „Ingreja de Nossa Senhora da Graça“ aus dem 16. Jahrhundert und die Windrose Rosa dos Vento“, ein Kreis mit einem Durchmesser von 43 Metern. Sagres ist ein quirliger Fischerort, der vor allem bei Wassersportlern sehr beliebt ist.

Die beeindruckende felsige Landschaft, unzählige Strände mit zwischen den Klippen liegenden Buchten, Unterwassergrotten und kleinen Inseln begeistern viele Besucher.

Unweit von Sagres liegt der westlichste Punkt Europas: Cabo de São Vicente. Bis ins 14. Jahrhundert war man überzeugt, es sei das Ende der Welt. Hoch über dem Atlantik thront der lichtstärkste Leuchtturm des europäischen Festlandes, der bis heute im Betrieb ist und dessen Leuchtfeuer noch in 100 Kilometer Entfernung zu erkennen ist. Originell ist der berühmte Bratwurststand „Letzte Bratwurst vor Amerika“. Bei der Bestellung erhalten Sie ein Zertifikat als Erinnerung an den Kapbesuch versehrt mit Ihrem Namen und Datum.

Den letzten Tag verbringen wir in der traumhaftschönen Anlage unseres Hotels. Auf einer  Anhöhe gelegen mit einem faszinierendem Panoramablick, umgeben von einem riesigen Naturpark mit Sonnenterrassen und mit einem privaten Zugang zum Strand, fern vom Massentourismus – ein idealer Ort zum relaxen und genießen. Kleiner Tipp für große Abenteuer: Wer mit der Zeit nicht geizen muss, sollte zwei Wochen für diese Tour einplanen, um noch weitere interessante Ziele zu entdecken.  

Copyright für alle Bilder: Helena und Joachim Salva,  jetset travelmagazin, Berlin
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