Myanmar für Anfänger

 

Ob Sie mit Lauda Air, der Thai Air, Qatar Airways oder Lufthansa von Europa starten, der erste Eindruck ist Yangon  Ausgangspunkt für alle Touren durch Myanmar: Viktorianische Bauten aus der Kolonialzeit, enge Gassen, Kirchen, Moscheen und Tempel in der Altstadt, breite Straßen, neue Hotels und Geschäftszentren in der Innenstadt. Yangon strahlt einen morbiden Charme aus, dem sich kein Reisender entziehen kann. Mehrere Tage sind erforderlich, um auch nur einen Teil der faszinierenden Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Die zentral gelegene Sule Pagode gehörte früher zu den höchsten Gebäuden der Stadt. Ihre vergoldete Stupa dient immer noch als Orientierungspunkt in Downtown. Ganz in der Nähe befindet sich das Rathaus aus dem Jahre 1927, schräg gegenüber die Immanuel Baptist-Kirche sowie der 1911 erbaute Oberste Gerichtshof. Sehenswert ist auch die im Zweiten Weltkrieg durch Bomben der Alliierten zerstörte und wiederaufgebaute Botataung-Pagode. Bei Aufräumarbeiten fand man viele Buddha-Reliquien, die heute besichtigt werden können. Besonders beeindruckend sind die mit Spiegelmosaiken geschmückten Säulen.

Interessant ist ein abendlicher Spaziergang entlang der vielen kleinen Straßenmärkte mit Lebensmitteln, Andenken, Gebrauchsgütern sowie angenehm duftenden Garküchen.
Liebhaber exotischer Märkte sollten nicht den Bogyoke-Aung-San-Markt mit seinem riesigen Schlemmerangebot an appetitlichen Meeresfrüchten versäumen (besser bekannt als Scott Market). Hunderte von Geschäften bieten ihre Ware in den überdachten Hallen an, von billigem Ramsch bis zu edlem Gestein. Auch der gegenüber liegende Neue Aung-San-Markt ist eine verführerische Taschengeldfalle für Touristen, während der Chinesische Markt an der Lanmadaw Street ein riesiges Sortiment an Lebensmitteln, Haushaltswaren und diversen Schnickschnack anbietet.
Auch der in der unscheinbaren Chauk Htat Gyi Pagode liegende 72 Meter lange Buddha mit 108 Feldern an seinen Fußsohlen gehört zum Tagesprogramm.
Was für die Berliner der Wannsee, ist für „Yangoner“ der Park am Königlichen See. Zum Bummeln, Tratschen, Relaxen. Unter riesigen alten Bäumen verliebte Pärchen, die sonst wenig Gelegenheit haben, Händchen zu halten. Ein beliebtes Fotomotiv ist das Karaweik-Restaurant in Form einer königlichen Barke, dessen Bug dem Garuda nachempfunden wurde.

Der Höhepunkt eines Yangon-Besuches ist Myanmars Nationalheiligtum, die Shwedagon-Pagode. Ein ganzer Tag zum Schauen und Fotografieren sollte unbedingt eingeplant werden. Besonders am Abend, wenn die Sonne lange Schatten wirft, ist das ein Anblick, der Geist und Sinne stimmuliert. Der zentrale goldene Stupa soll mehr Gold als die Bank in England enthalten. Trotz der vielen Besucher strahlt die Shwedagon-Pagode eine unglaubliche Ruhe aus. Nach einem ersten Rundgang sollten Sie sich ein schattiges Plätzchen suchen, um die Atmosphäre zu genießen und die Menschen hier zu beobachten – Mönche, Nonnen, Pilger, die Putzkolonnen, die aus freiwilligen Helfern bestehen und jeden Nachmittag mit ihren riesigen Besen versuchen, den Boden zu fegen.

 

Auf der Fahrt zum Goldenen Felsen vom Basislager Kin-Pun bringen ungebaute Lastwagen mit harten Holzbänken die meisten Touristen und Pilger auf halsbrecherischen Serpentinen durch den Bergdschungel hinauf zu einem Pilgerort. Von hier aus heißt es, die letzten steilen zwei Kilometer zu Fuß zu gehen oder sich in einer Sänfte tragen zu lassen, was wir nicht nur Fußkranken Touristen empfehlen. Vier starke Jungs laufen mit uns schwitzend und plappernd vorbei an unzähligen kleinen Restaurants und Verkaufsständen. Die zehn Dollar pro Person und das Trinkgeld haben sie sich mehr als verdient. Oben angelangt belohnt ein herrlicher Ausblick auf die Berge des Mon-Staates die abenteuerliche Tour. Der Goldene Felsen ist ein mit Blattgold reich verzierte Granitstein, auf dem eine Pagode trohnt. Viele Pilger, die mit ihrem schwer verdientem Lohn ein paar Gramm echtes Blattgold kauften, lassen es sich nicht nehmen, das bereits mit tausenden Goldblättchen beklebte Nationalheiligtum zu bereichern. Man sagt, dass der Felsen mit einer Hand zum Schwanken gebracht werden kann. Dass er bis heute seine Position nicht verändert hat, wird dem in der Stupa aufbewahrten Haar Buddhas zugeschrieben.

Ein kurzer Flug nach Bagan Ein „Leckerbissen für die Kameras“ ist ein Besuch eines interessanten Marktes in Nyaung U. Obst, Gemüse, Gewürze und Fisch, Souvenirs und jede Menge Kitsch aber auch hübsche Longyis, die traditionelle Kleidung der Burmesen gibt es hier. Dazu tragen Männer oft ein Hemd und Frauen enge Jäckchen. Gerade für das weibliche Geschlecht gibt es ein Überangebot an Farben und Mustern. Die schönsten und teuersten Longyis sind aus Seide und werden hauptsächlich bei feierlichen Anlässen getragen. Europäische Touristen jedoch machen sich ein wenig lächerlich in der Nationalkleidung – ihnen fehlt einfach die anmutige Eleganz diese oft wunderschöne Nationaltracht zu präsentieren.

„Tanaka“, nennen die Einheimischen ihre ganz spezielle „Sonnenmilch“ -eine Paste aus der Rinde des Tanakabaumes, die kühlt und vor der Sonne schützt, wird dekorativ auf das Gesicht aufgetragen. Zur Freude der Fotografen lassen sich die Burmesen gern fotografieren. Versuchen Sie jedoch Schnappschüsse anzubringen, die nicht von ihren Opfern bemerkt werde. Andernfalls verfallen die Objekte in eine Art Totenstarre. Nur die alten, dicke Zigarren rauchenden Damen, verlangen manchmal nach einem Obolus in Form eines US-Dollars, den man ihnen jedoch nicht vorenthalten sollte, leben sie doch meist in sehr ärmlichen Verhältnissen.

Bagan gehört zweifellos zu den Höhepunkten einer jeden Burma-Reise Das riesige 40 km² große Areal beherbergt mehr als 2.000 Tempel aus dem 11. bis 13. Jahrhundert. Alle Bauten zu besuchen, würde Wochen dauern. Eine sehr originelle Art der Besichtigung ist eine Fahrt mit einem Ochsenkarren, für die Sportlichen besteht die Möglichkeit einer Fahrradtour. Ein unvergessliches, aber teueres Erlebnis bietet eine Ballonfahrt. Um die Atmosphäre Bagans einzufangen, die Farbenspiele festzuhalten, sich durch die Morgens- und Abendstimmung verzaubern zu lassen, sollte man mindestens drei Übernachtungen einplanen. Bagan ist auch für seine wunderschöne Lackarbeiten bekannt ist – originelle Geschenke für die Lieben daheim.

„It’s a long way“ von Bagan nach Mandalay.Viel zu lang Die Straßen sind teilweise in einem desolaten Zustand. Dankbar machen wir eine Pause in einer der vielen kleinen Fabriken, wo der berühmt-berüchtigte Toddy (Palmenschnaps) produziert wird. Nur die ganz Mutigen probieren, wir vergnügen uns lieber mit den leckeren Bonbons, die aus der „Toddysahne“ hergestellt werden. Alles muss verkostet werden. Auch „Lepet“, ein Salat aus fermentierten grünen Teeblättern, der mit Knoblauch, Chillies und Erdnüssen serviert wird und ungeahnte Gaumenfreuden bereitet. Schon von weitem ist der über 1.500 m hohe erloschene Vulkan Mount Popa zu sehen. Besonders lohnend ist ein Besuch des Schreins am Fuße des Berges, in dem sich 37 lebensgroße Nats (Geister) befinden. Der Aufstieg zur Spitze (770 Stufen ) ist ziemlich mühsam aber durch die Begleitung vieler frecher Affen recht amüsant.

Mandalay ist die zweitgrößte Stadt Mayanmars Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehört zweifellos der Mahamuni-Buddha, der sich in der gleichnamigen Pagode befindet. Diese riesige, 3,80 m hohe Figur ist mit einer mehreren Zentimetern dicken Blattgoldschicht bedeckt. Jeden Tag früh werden Mahamuni von einem Mönch die Zähne geputzt. Ein „Muss“ ist auch die Besichtigung der Kuthodaw-Pagode, die als „das größte Buch der Welt“ bekannt wurde.Der gesamte Tripitaka (der buddhistische Kanon) wurde in insgesamt 729 Marmortafeln verewigt. Für Tierfreunde wird leider die Schönheit dieses Ortes durch die vielen unterernährten, streunenden Hunde getrübt.Ein erholsamer Bootsausflug auf dem Ayeyarwady Fluss nach Mingun. Hier sollte ab 1790 die größte Pagode der Welt entstehen. Nach 30 Jahren, als der Auftraggeber, der König Bodawpay, starb, wurden die Arbeiten eingestellt. Obwohl durch das große Erdbeben 1838 ein Teil von Mingun Paya zerstört wurde, sieht die Ruine mit 50 m Höhe immer noch recht imposant aus. Gleich in der Nähe hängt die größte intakte Glocke der Welt, die ursprünglich für die Pagode gegossen wurde. Nach einem kurzem Spaziergang gelangt man zu einer der schönsten Heiligtümer Minguns, der Hsinbyume Pagode, die der Enkel von König Bodawpay für seine verstorbene Lieblingsfrau erbauen ließ. Ganz im strahlenden weiß gehört sie zu den Lieblingsfotomotiven. Amrapura ist bekannt für die Herrstellung der Stoffe für die birmanischen Longyis. In unzähligen kleinen Webereien arbeiten Frauen an alten ratternden Webstühlen.Von einem Tag zu anderem wird ein Longyi für Sie angefertigt und in Ihrem Hotel abgeliefert.

Im Mahagandayon-Kloster leben mehr als 1000 Mönche Sie erlauben gern den Touristen, der Mittagsspeisung beizuwohnen, obwohl es für sie kein reines Vergnügen bedeutet, wenn ihnen die Knips-knips-Apparätchen unanständig nahe kommen. Ein Spaziergang über die lange U bein-Teakholzbrücke gehört zum Pflichtprogramm. Viele Kinder warten hier und versuchen, den Besuchern hübsche selbstgefertigte Halsketten und Armbänder zu verkaufen. Viele beherrschen recht gut mehrere Sprachen und fungieren auch als kleine Guides. Seien Sie großzügig – die kleinen Plagegeister müssen zum Unterhalt der armen Familien beitragen. Eine Kutschfahrt durch die idyllische ehemalige Hauptstadt Inwa führt zu dem schiefen Turm Nanmyin und einem der schönsten Teakholzkloster des Landes, dem Bagaya -Kyaung. Die hügelige Lanschaft von Sagaing ist mit Pagoden übersät – ein unvorstellbarer Anblick bei Sonnenuntergang.

Am nächsten Morgen startet unsere Maschine nach Heho im Shanstaat
Der Gott sei Dank recht kurze Flug ist mit einer ausgefallener Klimaanlage bei ca. 35° – 40° wie „Sauna im Pelzmantel“.  Es ist wie eine Reise in eine andere Welt. Die Landschaft ist rau, die Gesichtszüge der Menschen herber aber ihre Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit überwältigend. Die Straßen sind in einem besonders schlechten Zustand, doch der Blick auf die in den Bergen liegenden pitoresken Dörfer und das malerische Panorama läßt die Humpelei bald vergessen. Schon von weitem sieht man die überdachten Treppenstufen, die zur Pindaya-Tropfsteinhöhle führen. Am Eingang befindet sich eine überdimensionale kitschige schwarze Spinne und eine Prinzenstatue mit einem Bogen. Der Legende nach wurden sieben Prinzesinnen nach einem Bad im nahliegenden See von einer riesigen Spinne entführt und in der Höhle gefangen gehalten, bis der mutige Prinz Kummabhaya die Spinne tötete und die Prinzesinnen befreite. Gleich beim Betreten der ersten Höhlenkammer sieht man die vergoldete Shwe-U-Min -Pagode, um die sich viele goldene Figuren gruppieren. Über 8.000 Buddhas-Statuen wurden in der Höhle aufgestellt, die ältesten aus dem 18. Jh. Die meisten haben die Shan hierher gebracht, doch manche kommen auch aus dem Ausland und tragen sogar eine Widmung aus Deutschland, Italien und USA. Kleine und große, aus Marmor, Alabaster und Teakholz. Das Labyrinth aus Stufen, schmalen Gängen und schummrigen Kammern erzeugt eine einmalige Atmosphäre. Wer hier fotografieren will, sollte unbedingt ein Weitwinkelobjektiv benutzen, um die Riesenausmaße dieser Höhle und seiner Buddhafiguren zu erfassen.

Der Inle-See in fast 1.000 Meter Höhe gehört zu den eindrucksvollsten Seelandschaften Myanmars Er erstreckt sich über 22 km Länge und 11 km Breite. Mehrere Bootstouren über den See sind eingeplant. Eine Rarität sind die Schwimmenden Gärten: Ein breiter Streifen bestehend aus dicht verwobener Hyazinthen und Erde wird im Seeboden fest verankert und dann von Boot aus bepflanzt und bearbeitet. Nicht nur Gemüse sondern auch Blumen werden hier geerntet. Zu dem attraktivsten Motiven gehören zweifellos die Inle-Fischer, die auf einem Bein stehend ihre Boote mit dem anderen Fuß steuern. Es gibt viele Märkte, die sich im Fünf-Tage-Rhythmus abwechseln. Hier kann man lebensnahe Studien zum Alltag der Einheimischen machen. Der Besuch einer Cheroot-Fabrik sollte obligatorisch sein. Junge Frauen, deren hübschen Gesichten mit Tanaka verziert sind, rollen mit ihren schlanken Fingern unwahrscheinlich schnell die nicht nur bei Männern so beliebten birmanischen Zigarren. Trotz des Arbeitstempos schaffen sie es, uns noch schelmisch zuzuzwinckern. Auf die Besichtigung der berühmten Padaung-Frauen haben wir gerne verzichtet. Diese Frauen tragen schon von Jugend an zahlreiche Bronzereifen um den Hals, der damit gedehnt und unnatürlich lang wird. Allerdings führt man diese „Showobjekte“ fast nur noch zur Touristenunterhaltung vor. Dabei wird kräftig abkassiert.

Die Fahrt nach Indein über den gleichnamigen Fluss bietet viele Gelegenheiten, badende Büffel zu beobachten und Kindern beim Spielen zuzusehen. Indein ist ein Ort mit verträumtem Charme, den die mehr als 1.700 zum Teil verfallenen Stupas verbreiten . In einem Kanu erreicht man die Phaung-Daw-U-Pagode, das religiöse Zentrum des Shan-Staates. Hier befinden sich fünf aus Holz geschnitzten Buddhastatuten, die inzwischen so reich mit Blattgold verziert sind, dass ihre ursprüngliche Form kaum noch zu erkennen ist. Das sind richtig dicke Goldbuddhas, die man sich gerne mit nach Hause nehmen möchte. Zu einem unvergesslichen Erlebnis gehört wie immer auch ein Schulbesuch. Die kleinen, sauber und adrett gekleideten Mädchen und Jungen, übertreffen sich im lauten Gesang und Nachplappern der vorgegebenen Wörter. Sie kichern und schäkern mit uns und sind keineswegs schüchtern. Sie freuen sich über jedes kleine Geschenk, das von den Besuchern mitgebracht wird. Beim Verlassen der Klasse verteilen wir unsere letzten Süßigkeiten und Kugelschreiber aber auch (nach Anweisung der Lehrerin) Seife und Shampoo. Denken Sie daran, liebe Leser, dass diese kleinen Geschenke mehr zur Völkerverständigung beitragen als zigtausend Dollar an Entwicklungshilfe, die eine korrupte Regierung bedenkenlos für sich vereinnahmt.

Die Nächte am Inle-See sind empfindlich kalt – Tempteraturen um 0° C sind keine Seltenheit. Da viele Bungalows auf Stelzen ins Wasser gebaut sind und keine Möglichkeit zum Heizen besteht, sind dicke Jacken und Pullover angesagt. Trotzdem hat es uns arg erwischt. Die folgende Woche während unseres anschließenden Badeurlaubs bellten wir uns von morgens bis abends an wie wütende Schlosshunde. Erst als ein mildtätiger Hotelmanager uns eine unkontrollierte Antibiotikadosis verpasste, ließ die Plage endlich nach. Gott sei Dank waren wir schon am Ende unserer Reise und konnten bei 30° C im Schatten das süße Nichtstun an einem der schönen Badestrände an der Küste genießen.

Erholung ist jetzt angesagt – wir sind auf dem Weg zur Küste Die Fahrt ist lang und anstrengend. Vorbei geht es an Reisfeldern und Obstplantagen, durch kleine Dörfer und verträumte Landschaften. Ein Stopp in Pathein ist unbedingt empfehlenswert. Im Zentrum der alten Hafentstadt liegt die wunderschöne glitzernde Shwemokhtaw-Pagode. Die Spitze der Stupa ist verziert mit unzähligen Edelsteinen, in einem Schrein sitzt ein dickvergoldeter Buddha. Der Boden ist so heiß, dass wir mit nackten Füßen (sie sind in allen Pagoden und Klöstern obligatorisch) nur wie die Frösche hüpfen können. Nach knapp 50 Kilometer endlich der lang ersehnte Strand. Weiß und feinsandig, palmengesäumt, bis 50m tief und unendlich lang. Unser ruhiger Resort Aureum Palace ist bestens für Romantiker und Genießer geeignet. Die freistehenden Bungalows aus einheimischen Hölzern und vielen Naturmateralien sind liebevoll mit Teakholzmöbeln ausgestattet und bieten jede Menge komfort. Das kleine Fischerdorf Ngwe Saung ist gut zu Fuß erreichbar aber wir lassen uns gerne mit einer Rikscha fahren. Hier gibt es unzählige Restaurants und Shops, Obst- und Gemüsestände. Kinder sind entzückt über ihre Portraits auf der Mattscheibe unserer Kamera. Sie lassen sich kichernd beim Spaziergang mit ihren Hausschweinen an einer langen Leine ablichten. Und wir stellen immer wieder fest, das wichtigste, was Myanmar zu bieten hat, sind die freundlichen Menschen, die weder neidisch, noch mißgelaunt die wohlhabenden Touristen betrachten. Was sie wohl denken mögen?…

Informationen:
Diverse Reiseveranstalter haben Myanmar im Angebot. Wir flogen mit TUI: „Die große Myanmar Rundreise“, 12 Übernachtungen, Teilpension, Flug ab Frankfurt, Preis ab € 1.875, Übernachtung im Hotel Aureum Res. Ngwe Saung pro Person und Nacht ca. € 60,–. Die beste Reisezeit ist vom Oktober bis März. Hervorzuheben wäre die sehr gute Unterbringung in Klasse-Hotels, die wir kaum in diesem Land erwartet hätten. Die Busse waren sehr bequem und die Klimaanlage funktionierte ohne Ausfälle, was bei den teilweise langen Fahrzeiten eine angenehme Reiseathmospäre verbreitete. Reiseschecks können nicht eingelöst werden, Kreditkarten werden nur selten akzeptiert. Am besten ausreichend US-Dollars mitnehmen.Vergessen Sie bitte nicht, als kleine Geschenke für Einheimische (nicht nur für Kinder) Kugelschreiber, Süßigkeiten aber vor allem Kosmetika (Shampoon, Seife, Cremes etc. ) einzupacken.

Leser des jetset travelmagazin küren
„Beste Reiseleiterin Myanmar 2007“
TINT TINT heißt unsere junge hübsche Reiseleiterin. Ihr gutes Deutsch ist keine Selbstverständlichkeit. Für den Einwohner dieses Landes, in dem ein babylonisches Sprachgewirr von über 240 Sprachen und Dialekten herrscht, ist das eine erfreuliche Tatsache, die alle Reiseteilnehmer dankbar quittierten. Tint Tint war am Wohlergehen eines jeden Teilnehmers unserer Gruppe interessiert. Kleine persönliche Wünsche wurden umgehend erfüllt, egal ob es sich um Geldwechsel, Reiseandenkenkauf,Übersetzungen oder kleine Unmöglichkeiten handelte, frei nach der Devise „Sonderwünsche werden sofort erledigt – Wunder dauern etwas länger“, ja selbst als barmherziger Samariter und Sanitäter agierte sie, als ein Reiseteilnehmer ohnmächtig wurde.  Tint Tint setzte sich darüber hinaus für Aktivitäten ein, die nicht im Reiseplan standen, um uns das „Wunder Myanmar“ unvergesslich zu machen.
Aus mehreren Gründen konnte dieser Reisebericht  nicht früher erscheinen. Die politische Situation im Lande und die traurigen Folgen für das Volk sind jedem bekannt. Nach dem Aufstand der Mönche stellten die großen Reisegesellschaften ihre Flüge nach Myanmar ein. Inzwischen hat sich die Lage jedoch wieder normalisiert.
Bester Reiseleiter (bzw.beste Reiseleiterin) 2007. Wir baten alle Leser unseres Magazins, die im vorigen Jahr ebenfalls Myanmar besuchten, uns die Erfahrungen mit ihren Reiseleitern mitzuteilen. Unseren Favoriten stellen wir Ihnen in dieser Ausgabe vor. Es ist Tint Tint Lwin.

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